HOPFENLAND-Alpakas HOPFENLAND-Rassegeflügel

Ayam Serama - Die Rassebeschreibung  des Original-Seramas

Angelehnt an die Vorgaben des Herkunftslandes, erstellt durch den Seramaclub Deutschland e.V. 

Herkunft:

Ursprungsland ist Malaysia. Das Serama entstand ca. im Jahre 1970 aus verschiedenen Zwerghuhnrassen, wie z.B. Dschungelhuhn, Ayam Kapan, Ayam Kate, etc. Im Jahr 2001 wurde es von Jerry Schexnayder aus Malaysia nach Nordamerika importiert. Ab 2006 befanden sich die ersten Seramas auch in den Niederlanden und anschließend verbreiteten sich die Seramas in ganz Europa. Das Serama ist seit dem 16.06.2012 in den Niederlanden als Rasse anerkannt.

Gesamteindruck:

Sehr zutrauliches, kleines und kompaktes Zwerghuhn mit typischer aufrechter Körperhaltung und feiner Struktur.

Von großer Bedeutung ist das zahme Wesen.
Das Serama wird auf einem Bewertungstisch beurteilt und sollte sich wie folgt zeigen:
Die breite Brust wird stark vorgewölbt und ziemlich hoch getragen. In der Seitenansicht bildet die Unterlinie ein V, während Kopf, Hals und Brust gemeinsam eine S-Form zeigen. Im Idealfall sind bei der Vorderansicht der Oberkörper herzförmig und die Oberschenkel sichtbar.
Die Flügel werden senkrecht oder sogar etwas nach vorne getragen.

Der Kopf wird mindestens senkrecht eine Linie bildend mit dem Beinverlauf oder weiter nach hinten getragen. Der Kopf muss nicht die Schwanzsicheln berühren.
Der Charakter ist besonders bedeutsam. Das Serama muss sehr zutraulich, ruhig und furchtlos sein. Es darf nicht unruhig oder ängstlich sein.                                  

Die Federn sind kurz und dicht. Der Sattel- und Halsbehang sollten kurz bis mittellang sein. Der Halsbehang darf die Sattelfedern berühren.                            

Das Eigewicht liegt zwischen 15 und 35 Gramm.

Formbeschreibung:                              

Rumpf:

Stark aufgerichtete Haltung. Kurzer Rücken, breite Schultern. Die Unterlinie zeigt in Seitenansicht eine V-Form.  

Kopf:

Klein und soweit wie möglich zurückgetragen. Das Gesicht ist klein, rund, fein in der Struktur, glatt und in ausgezeichnetem Zustand. 

Kamm:

Einzelkamm, mittelgroß, gerade, mit fünf gleichmäßigen Kammzacken und von roter Farbe. Der Kamm sollte proportional mit der Größe und Gestalt des Kopfes zueinander passen. Der mittlere Kammzahn ist etwa genau so lang, wie die Höhe des Kammblattes. Die Kammfahne läuft gerade zurück.                                                                                                 

Schnabel:

Die Länge steht im Verhältnis zum kleinen Kopf. Kräftig, leicht gebogen, alle Farben sind erlaubt. Bevorzugt gelb.

Kehllappen:

Klein bis mittel, feines Gewebe, gut gerundet, gleich in der Länge und von roter Farbe.

Ohrlappen:

Klein, oval, glatt anliegend. Bevorzugt rot, weiß ist gestattet.

Augen:

Rund, lebendig, orange bis rotbraun.

Hals:

In Verbindung mit der Brustlinie ein S formend. Soweit zurückgetragen, dass praktisch kein Spalt mehr zwischen Nacken und Schwanz zu sehen ist. Halsbehang gut entwickelt, reicht bis zu den Schultern.

Rücken und Sattel:

Sehr kurz und breit. In der Seitenansicht formt der Übergang vom Hals zum Schwanz ein scharfes V. Der Sattelbehang ist mittellang und dicht. Der Übergang zum Schwanz sollte von den Sattelfedern abgedeckt werden.

Brust:

Sehr gut entwickelt, voll, breit und gut gerundet, hoch und stark nach vorn getragen,
sehr deutlich vor der Schnabelspitze platziert. In der Mitte ist die Brust geteilt und hat im Optimalfall bei der Vorderansicht eine Herzform.

Flügel:

Senkrecht oder sogar etwas nach vorn getragen. Im Idealfall den Boden nicht ganz berührend. Der Flügelbug steht leicht vom Körper ab und die Flügelenden sind leicht nach innen gedreht.
In der Seitenansicht werden die Flügel senkrecht neben oder vor den Läufen getragen.
Die Flügelenden werden so getragen, dass die Armschwingen, die eng am Körper sitzen, nicht vollständig durch die Handschwingen abgedeckt werden. 

Schultern:

Breit und gut gerundet.

Schwanz:

Mittelgroß und schräg bis senkrecht getragen, vorzugsweise 45 Grad. Steuerfedern sind mäßig breit und gleichmäßig verteilt, den Kopf etwas überragend ist perfekt. Von hinten gesehen bilden die Steuerfedern ein umgekehrtes V. Hauptsicheln sind säbelförmig, mäßig breit und etwas länger als die Steuerfedern, nur wenig gebogen. Wenn sie ca. 2,5 cm länger als die Schwanzfedern sind, ist es ausgezeichnet. Steuerfedern sind mittellang und werden fächerartig getragen, wenigstens fünf an jeder Seite. Die Nebensicheln haben Säbelform und sind leicht nach unten gekrümmt, sollten aber im Optimalfall gerade und spitz sein. Es sollten drei bis vier Nebensicheln an beiden Seiten des Schwanzes sein.

Bauch:

Gut bis kurz gefiedert, daunenreich.

Schenkel:

Kräftig und von normaler Länge, parallel und gut nebeneinander platziert.

Läufe:

Mittellang bis lang, lange Läufe werden bevorzugt, sodass die Flügel senkrecht getragen werden können, glatt, gleichmäßige Schuppung, gleichmäßig nebeneinander und doch gut voneinander getrennt liegend.
Alle Farben werden toleriert.

Zehen:

Vier, gerade, gut gespreizt und regelmäßig geschuppt.

Befiederung:

Voll und kurz, glänzend, gut entwickelt und anliegend getragen.

Etwaige Unterschiede zwischen Hahn und Henne:

Abgesehen von den sekundären Geschlechtsmerkmalen nur kleine Unterschiede zwischen
Hahn und Henne. Der Hahn ist etwas kräftiger und besitzt zwei verlängerte Sichelfedern.
Der Rücken der Henne ist sehr kurz und hat die Form eines schmalen U's. Durch den S-förmig getragenen Hals der Henne werden die Steuerfedern fast durch den Hals berührt. Wenn der Rücken nicht sichtbar ist, wenn sich die  Hals-  und Sattelfedern berühren, ist das kein Fehler. Der Sattel der Henne ist gut gefüllt. Der untere Teil der Läufe ist sichtbar. Ein senkrecht getragener Flügel ist optimal. 

Grobe Fehler:

- Groß, plumper oder schmaler Körper                                                                        

- langer Rücken                                                                                                            

- schmale oder flache Brust                                                                                          

- waagerechte Körperhaltung                                                                                                    

- eine zu gerade Kopf-Hals-Linie                                                                                                

- Kurzbeinigkeit                                                                                                                           

- schleppende, zu hoch oder zu waagerecht getragene Flügel                                      

- zu flache oder zu stark nach vorn gestellte Schwanzhaltung                                    

- stark gebogene, oder viel zu lange Hauptsicheln                                                        

- zu lange Nebenbesichelung                                                                                        

- große Kopfanhänge.

- Sehr unruhiges Verhalten während der Bewertung auf dem Tisch, Wegfliegen oder sich nicht stellen  wollen.

Gewicht (für Tiere ab 1 Jahr):

A-Klasse: Hahn bis 350 Gramm, Henne bis 325 Gramm

B-Klasse: Hahn bis 500 Gramm, Henne bis 425 Gramm

C-Klasse: Hahn bis 600 Gramm, Henne bis 525 Gramm

Die Tiere sollten vor einer Bewertung gewogen werden. Tiere unterhalb des Mindestgewichtes (Hahn 225 Gramm, Henne 200 Gramm) sowie oberhalb des Höchstgewichtes (Hahn 600 Gramm, Henne 525 Gramm) werden von der Bewertung ausgeschlossen. Ringgröße 9, 10 und 11.

Alle Farben sind zugelassen, die Farben müssen viel Glanz aufweisen.

Das malaysische Serama ist glattfiedrig. Seit einigen Jahren gibt es bei den Seramas auch seidenfiedrige und gelockte Gefiederstrukturen.

 

 

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